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Bruttorendite als Basis für die Berechnung des Reingewinns

Für alle, die in eine Immobilie investieren möchten, um damit eine Rendite zu erwirtschaften, ist der Begriff der Bruttorendite von Bedeutung. Sie gibt einen ersten Hinweis darauf, wie die Höhe des Reingewinns ausfallen könnte.

Zwar sind von dieser Stufe der Rendite noch Abzüge vorzunehmen, wenn sie jedoch sehr hoch ausfällt, kann dies bereits ein Zeichen dafür sein, dass nach dem Abzug ein durchaus ansehnlicher Betrag als Gewinn bleibt.

Die Bruttorendite im Vergleich zum Reingewinn

Ebenso wie der Reingewinn, wird auch die Bruttorendite in der Regel für das ganze Jahr berechnet. Bei ihrer Berechnung spielen Kostenfaktoren wie Aufwendungen für die Instandhaltung und die Verwaltung keine Rolle. Auch die Nebenkosten des Kaufes finden keine Berücksichtigung.

Aus diesen Gründen ist die Bruttorendite immer höher, als der letztlich erwirtschaftete Reingewinn.

  • Die Rendite vor Steuern und sonstigen Aufwendungen ist zwar ein aussagekräftiger Wert bezüglich der letztlich zu erwartenden Rendite, darf aber nicht die Basis für weiterführende Planungen sein. Grund sind die noch abzuziehenden Beträge (Aufwendungen, Steuern), um die sie noch nicht "bereinigt" wurde. Erst der Reingewinn beziehungsweise die Nettorendite gibt letztlich Auskunft über die Rentabilität einer Immobilie.

Für jeden, der eine Immobilie als Geldanlage erwerben oder sich am Kauf einer solchen beteiligen möchte, ist es ratsam, sich über die Bruttorendite zu informieren und sie zu berechnen. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sollte aber immer der jährliche Reingewinn (Nettorendite) sein.

Die Bruttorendite berechnen

Die Bruttorendite kann als Vorstufe zum jährlichen Reingewinn, der auch als Nettorendite pro Jahr bezeichnet wird, angesehen werden. Um zum Reingewinn zu gelangen, werden von der Bruttorendite noch alle Aufwendungen, die bezüglich der Immobilie anfallen, abgerechnet.

Für die Berechnung der Bruttorendite werden vor allem die folgenden Kosten benötigt:

  • Jahresnettokaltmiete für die Immobilie
  • Kaufpreis der Immobilie

Aus diesen Kosten- und Einnahmeposten lässt sich dann sehr leicht eine Formel entwickeln, die bei der Berechnung der Rendite hilft. Was nicht in die Berechnung mit einfließt, sind die Kaufnebenkosten sowie weitere Aufwendungen für den Unterhalt der Immobilie. Sie bleiben bei dieser Renditevariante unberücksichtigt.

Die Formel für die Bruttorendite

Um die Bruttorendite zu berechnen, muss man lediglich die erforderlichen Beträge in eine einfache Formel einfügen und erhält als Ergebnis die prozentuale Rendite vor Abzug aller Aufwendungen. Eine Beispielrechnung mit fiktiven Zahlen kann verdeutlichen, wie man dabei vorgehen muss.

Die Formel für die Berechnung der Bruttorendite lautet:

100 x Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis = Bruttomietrendite (in %)**

Beispiel: 100 x 12.000 € / 200.000 € = **6 %

Würde man noch die 20.0000 € Nebenkosten und 2.000 € für Instandhaltung und Verwaltung berücksichtigen, läge der Reingewinn bei 4,5 %, also 1,5 % unter der Bruttorendite.

Eine Höhe von 6 % bei dieser Renditeform ist aber in Anbetracht niedriger Guthabenzinsen für Geldanlagen auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto immer noch ein wirklich guter Wert, der bereits auf einen vernünftigen Reingewinn (Nettorendite) hinweist.


Quellen

Rennert, Guido: Praxisleitfaden Immobilienanschaffung und Immobilienfinanzierung »
Keller, Helmut: Praxishandbuch Immobilienanlage: Bewertung - Finanzierung - Steuern »