Immobilienbeteiligung als Kapitalanlage

Aktuell sind die Zinsen für Sparbücher oder Tagesgeldkonten nicht sehr hoch, daher suchen Investoren nach anderen Möglichkeiten, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen. Eine dieser Möglichkeiten ist die Immobilienbeteiligung. Wer eine Immobilie als Kapitalanlage in Betracht zieht, dem stehen verschiedene Varianten zur Auswahl.

Welche Formen der Immobilienbeteiligung gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten der Immobilienbeteiligung. Dabei besteht das Ziel stets darin, durch das Investieren in Immobilien eine angemessene Rendite zu erwirtschaften.

Interessierte haben dazu die Möglichkeit, wenn sie in folgender Weise ihr Geld investieren:

  • Kauf oder Bau einer Immobilie
  • Investition mithilfe von Crowdinvesting
  • Beteiligung an Immobilienfonds
  • Kauf von Aktien

Immobilienfonds:

Die einfachste Methode ist dabei die Immobilienbeteiligung mithilfe von speziellen Fonds. Diese verwenden das Kapital der Anleger, um selbst in Immobilien zu investieren. Durch das meist breit gestreute Portfolio der Fondsgesellschaften besteht ein geringeres Verlustrisiko.

Was bei der Beteiligung an einem Immobilienfonds ebenfalls wegfällt, ist der Verwaltungsaufwand für den Investor. Zwar liegt bei einer solchen Immobilienbeteiligung die Rendite unter der von anderen Beteiligungsformen, allerdings liegt sie immer noch über den Guthabenzinsen von Tagesgeldkonten oder Sparbüchern.

Aktien:

Eine Alternative ist der Kauf von Aktien, wobei hier vor allem die von börsennotierten Unternehmen im Fokus stehen. Dabei handelt es sich meistens um sogenannte REITs (Real Estate Investment Trusts) oder um Immobilien AGs. Durch den Kauf solcher Aktien wird man Mitinhaber und profitiert von den jährlichen Dividenden beziehungsweise von dem steigenden Aktienkurs.

Crowdinvesting:

Crowdinvesting ist eine noch nicht ganz so alte Form der Immobilienbeteiligung. Auf speziellen Plattformen im Internet können sich Interessierte zu verschiedenen Immobilienprojekten informieren und ihr Geld in solche Projekte stecken. Im Gegenzug wird das investierte Kapital mit bis zu 7 % verzinst.

Neubau oder Kauf:

Die aufwändigste Variante bezüglich einer Immobilienbeteiligung ist der eigenständige Bau oder Kauf einer Immobilie. Was für eine Immobilie gebaut oder gekauft werden soll, hängt sehr stark davon ab, ob man selbst in ihr leben möchte oder ob sie durch die Vermietung eine Rendite erwirtschaften soll.

Soll der Kauf einer Immobilie mithilfe einer Fremdfinanzierung lohnenswert sein, müssen natürlich die Einnahmen durch die Mieten höher ausfallen, als die Raten an die Bank.

Die Immobilienbeteiligung und ihre Risiken

Eine Investition in Immobilien gilt als relativ sichere Geldanlage und kann eine sehr gute Rendite nach sich ziehen. Vorsicht sollten man aber dennoch walten lassen. Gerade bei Crowdinvestings kann einiges schiefgehen.

Beispielsweise kann ein Bauprojekt durch fehlende Genehmigungen, Klagen von Anwohnern oder auch fehlendes Kapital ins Stocken geraten. Zudem kommt es vor, dass sich Immobilien trotz guter Lage und erstklassiger Ausstattung aufgrund von Wirtschaftskrisen nicht verkaufen lassen.

Skeptisch sollte man gegenüber einer Immobilienbeteiligung sein, bei der einem exorbitant hohe Renditen versprochen werden. Solche Projekte sind allzu oft unseriös und erweisen sich nicht als Gelddruckmaschinen, sondern als Fässer ohne Boden.


Quellen

Schickentanz, Chris-Oliver: Einfach richtig Geld verdienen mit Grundlagen der Börse »
Brunner, Marlies: Kapitalanlage mit Immobilien: Produkte - Märkte - Strategien »