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Was ist ein Mietshaus?

Groß- wie Kleinstädte sind geprägt von Mietshäusern. Ihre Architekturen - Alt- wie Neubau - formen nachhaltig das Stadtbild. Dabei sind Mietshäuser mehr als nur schöne Fassade. Sie sind Wohnraum und Lebensmittelpunkt für die einen, und ein lukratives Investment für die anderen.

Mietshaus, Zinshaus, Mehrfamilienhaus?

Ein Mietshaus ist ein vielschichtiges und vielfältig nutzbares Objekt. Der Begriff umfasst alle Wohngebäude, deren einzelne Einheiten von einem oder mehreren Vermietern gegen ein vorher festgelegtes Entgeld für den Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden.

Die einzelnen Wohneinheiten werden also auf Basis eines Mietvertrages zwischen Mieter und Vermieter dem Mieter überlassen. Ein Mietshaus muss aber nicht zwangsläufig nur aus Wohneinheiten bestehen. Auch die Vermietung von Gewerberäumen ist möglich. Neben dem Begriff Mietshaus sind auch die Bezeichnungen Zinshaus oder Mehrfamilienhaus geläufig.

Für ein besseres Verständnis müssen diese Begrifflichkeiten besser voneinander abgegrenzt werden:

  • Ein Mehrfamilienhaus besitzt typischerweise ein Gebäude mit mehreren Wohneinheiten, die sich auf mindestens zwei Etagen verteilen. Die Einheiten müssen nicht zwangsläufig einem Eigentümer gehören, sondern es kann sich auch eine Eigentümergemeinschaft um das Mehrfamilienhaus bilden.
  • Ein Mietshaus hingegen hat nur einen Eigentümer. Es kann im Gegensatz zum Mehrfamilienhaus aber nicht nur Wohn-, sondern auch Gewerbeeinheiten umfassen.
  • Das Zinshaus ist vor allem in Österreich und in Norddeutschland eine gängige Bezeichnung für Mietshäuser. Hierunter verstehen sich alle Gebäude mit mehr als drei Wohneinheiten. Der Begriff umfasst bereits die Gebäudefunktion. Es soll durch einen regelmäßigen Mietzins ein Geldfluss generiert werden und wird nur dafür angeschafft bzw. gebaut.

Der Vorteil eines Eigentümers bei Mietshäusern

Wie bereits oben erwähnt gehört das Mietshaus nur einem Eigentümer allein, wohingegen Mehrfamilienhäuser einer Eigentümergemeinschaft gehören können. In der Regel wohnt der Eigentümer selbst nicht in seiner Immobilie, sondern vermietet alle Einheiten an Dritte.

  • Je weniger Eigentümer vorhanden sind, desto schneller und flexibler ist der Entscheidungs- und Handlungsspielraum. Das kommt vor allem bei größeren Investitionen und Sanierungsmaßnahmen positiv zum Tragen. Eine große Eigentümergemeinschaft ist nur bei einstimmigen Entscheidungen handlungsfähig, wodurch es schnell zu einem Investitionsrückstau kommen kann.

Auch die Ausstattung der einzelnen Wohneinheiten kann sich qualitativ und quantitativ stark voneinander unterscheiden. In einem Mietshaus ist die Ausstattung meist einheitlich, da der Vermieter alle Wohneinheiten gleichzeitig saniert.

Mietshaus als Renditeobjekt

Da mit einem Mietshaus mehrere Mieteinheiten regelmäßige Mietzahlungen generiert werden können, ist diese Objektart ein besonders begehrtes Anlageobjekt. Im Gegensatz zu klassischen Kapitalanlagen ist der Gewinn über einen langen Zeitraum hinweg stabil und nicht den typischen Marktschwankungen unterworfen.

Hinzu kommt die sehr gute Renditemöglichkeit von bis zu 4 Prozent. Bei der aktuellen Niedrigzinspolitik eine durchaus interessante Investitionsmöglichkeit.