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Zinshaus als Form der Kapitalanlage

Ein Zinshaus ist ein Wohngebäude, in dem ein Vermieter Wohnungen zur Miete bereitstellt. Diese Wohnungen werden auch als Mietwohnung bezeichnet und die Miete als Mietzins.

Mieter und Vermieter schließen gemeinsam einen Vertrag, der Verpflichtungen und Mieten vereinbart. Solche Zinshäuser sind zumeist in geschlossenen, größeren Ortschaften zu finden.

Die auch einfach als Mietshaus oder Miethaus bezeichneten Gebäude stellen eine begehrte Kapitalanlage dar, da das Zinshaus eine Rendite für den Eigentümer erzielt.

Das Zinshaus: geschichtlicher Überblick

Früher bezog sich der Begriff Zinshaus auf Gebäude des 19. Jahrhunderts, in denen die Anwohner eine Wohnung gegen ein monatliches Entgelt mieteten. Diese Miete wurde als Mietzins bezeichnet. Normalerweise befanden sie sich in privater Hand.

Mit dem Begriff sind besonders in Österreich Gebäude gemeint, die vor 1945 entstanden und sich durch eine üppige Außenfassade auszeichnen. In Österreich unterstanden diese Gebäude bis zur Mietrechtsreform 1994 unter einer sehr strikten Zinsregelung. Bis heute sind viele Zinshäuser denkmalgeschützt.

Das Zinshaus heute - Definition

Ein Zinshaus heute ist eine Immobilie in Privatbesitz. Sie wird zur Erwirtschaftung eines Zinses in Form der monatlichen Miete betrieben. Zumeist werden sie von einer Verwaltung betreut. Die Mieten fallen grundsätzlich unter das Mietrechtsgesetz, wodurch sie sich mit den Mieten von modernen Bauten gleichen.

Wie unterscheidet sich das Zinshaus vom Eigenheim?

Der Erwerb eines Zinshauses unterscheidet sich vom Erwerb einer Immobilie, in der man in erster Linie selber wohnen möchte. Die Miethäuser werden schließlich vermietet und auch wenn der Zinshausbesitzer in derselben Wohnung leben würde, spielten zumeist wirtschaftliche Interessen die Hauptrolle.

Das Miethaus ist letztlich eine Kapitalanlage, bei der der Mietzins im Vordergrund steht.

Investition in ein Zinshaus

Ein Zinshaus wird mit dem Ziel erworben, Einnahmen in Form von Mieten zu realisieren. Darum ist beim Kauf einer solchen Immobilie entscheidend, welche Gewinne sich nach Abzug des Kaufpreises und der Ausgaben errechnen lassen. Der Vermieter steht auch in der Pflicht, das Gebäude instand zu halten und die dafür aufkommenden Kosten zu tragen.

Zu diesen Kosten gehören:

  • Verwaltungskosten
  • Instandhaltungskosten
  • Mietausfallwagnis

Das Zinshaus als Kapitalanlage

Stehen die Einnahmen über diesen Ausgaben, dann lässt sich mit dem Zinshaus eine gute Rendite erzielen. Bei der Berechnung der Rendite wird oft der Vervielfältiger genutzt. Mit dem Vervielfältiger berechnet man, um welches Vielfache der Jahresmiete die Immobilie gekauft wird.

Die Formel sieht wie folgt aus: Kaufpreis/Jahresmiete = Vervielfältiger.

Beim Erwerb eines Zinshauses sind ferner folgende Punkte zu beachten:

  • Lage
  • Preis und Ertrag pro Nutzungsfläche
  • Altmieter und deren möglicherweise geringeren Mieten
  • Leerstände
  • Instandhaltungs- und Wartungskosten

Grundsätzlich erwirtschaftet ein Zinshaus in Ballungszentren die besten Renditen, gerade bei guter Infrastruktur und hoher Einwohnerzahl.